Borbaradkampagne in unserer Spielegruppe – Teil 3

20.01.2010

Die Borbaradkampagne Teil 3 – Grenzenlose Macht

Oder: Fliege auch in Aventurien niemals durch ein (magisches) Gewitter

Da der Magier Felian, durch das Erste Zeichen, eine magische Kraftlinie gesehen hat, die durch den Nachtschattenturm von Valmir von Riebeshoff verlief, entschlossen wir uns nach kurzem Aufenthalt in Festum, dieser Kraftlinie zu folgen. In Festum hatten wir die Hexe Yasemina kennengelernt, die uns auf unserer Suche begleitete. Nach mehrtägiger Reise, auf dener wir der Kraftlinie folgten und Felian durch seltsame Träume mit Blutulmen geplagt wurde, trafen wir in Greifenfurt ein.  In dieser vom Orkensturm stark in Mitleidenschaft gezogenen Stadt erfuhren wir, dass gerade das Kloster Arras de Mott wieder errichtet wird und tapfere Helden gesucht werden, um den Aufbau zu schützen. Diese praiosgefällige Aufgabe war natürlich genau das Richtige für unsere Heldengruppe, zumal auch die Kraftlinie nach Norden wies, die Richtung, in der auch das Kloster lag.

Nach kurzem Aufenthalt in Greifenfurt, bei der der offensichtlich schwachsinnige Zwerg Artak Felian das Leben rettete, brachen wir also mit einer Gruppe von Praios-Geweihten und Handwerkern auf nach Norden, Richtung Kloster Arras de Mott. Auch Artak begleitete uns, da die Praios-Geweihten es für Richtig hielten, ihn mit nach Arras de Mott zu nehmen. Die Reise nach Arras de Mott verlief weitgehend ohne Zwischenfälle. Dort angekommen wurden wir dem Hohen Lehrmeister Nicola de Mott und dem Scriptmeister Hüter Bormund vorgestellt, der uns sogleich in die Regeln des Klosters einwies. Wie wir bereits vermuteten wird der Tagesablauf hier durch frühes Wecken, Beten, Arbeiten, Beten und frühem zu Bett gehen bestimmt. In Zweier-Gruppen patroullierten wir also das Kloster und das Lager der Handwerker. Kurz nach unserem Eintreffen begannen die Zwischenfälle: Der Bibliothekar wurde getötet und Orks versuchten das Lager der Arbeiter zu verwüsten. Die Orks konnten zurückgeschlagen werden und in der Tasche des Anführers ein Pergament entdeckt werden, auf der eine Karte eingezeichnet war. Zwischendurch betraten auch zwei Reisende das Kloster, die auf der Suche nach ihrem verschwundenen Elfen-Waldläufer waren und ein reiterloses Pferd wurde kurz vor dem Kloster aufgegriffen, in den Satteltaschen ein Zauberbuch über Heilzauber und mehrere Heilkräuter. Mittlerweile hatten wir herausgefunden, dass das Kloster auf einer alten Ruine erbaut wurde und dass der getötete Bibliothekar beunruhigt über eine bestimmte Sternenkonstelation war. Auch stießen wir immer wieder auf Fragmente, Legenden und Hinweise, dass diese Gegen irgend etwas mit bestimmten Elementen zu tun hat. Nachdem ein in grünem Mantel gehüllter, vollbärtiger Mann sich in den Klostermauern eingefunden hatte, um die Nacht hier zu verbringen und Tags darauf viele der Arbeiter krank wurden, verdichtete sich die Vermutung, dass hier der Bau des Klosters sabotiert wurde. Doch nicht nur dass, als in einiger Entfernung vom Kloster Rauch am Horizont zu sehen war, entschlossen wir uns, diesem nachzugehen. Die Urheber waren einige Goblins, die jedoch die Flucht ergriffen. Nach kurzer Verfolgungsjagd stießen wir dann auf eine Höhle, in der ein Überlebender des ersten Orkangriffs auf das Kloster Schutz gesucht hatte. Hier fanden wir auch mehrere Bücher, die der verwirrte Geweihte retten konnte: Die dreizehn Lobpreisungen des Namenlosen, sowie Borbarads Testament. Felian nahm die beiden Bücher selbstverständlich für weitere Forschungen sofort an sich. *hüstel* Wie dem auch sei, wir brachten den guten Mann also zurück nach Arras de Mott, wo sich die Praios-Geweihten um ihn annahmen. Als schlußendlich dann noch ein riesiger Schwarm Krähen einige Arbeiter angriffen, die auf einem Gerüst arbeiteten und anschließend ein Sturm aufzog, der das halbe Kloster und das Lager der Arbeiter einstürzen lies, riss Bruder Bormund der Geduldsfaden: Er hatte uns schon lange in Verdacht, dass wir die Unglücksmagneten seien, die all diese Katastrophen angezogen haben und lies bereits vor zwei Tagen nach der Inquisition in Greifenfurt schicken. Da diese bereits am morgigen Tage eintreffen würden, entschlossen wir uns, die Nacht zu nutzen und weiter gen Osten zu reisen. Selbstverständlich nicht, um uns den ehrenwerten Geweihten des Bannstrahlers zu entziehen, sondern um den Hinweisen um das rätselhafte “Tal der Elemente” nachzugehen, die man inzwischen gesammelt hatte.

Nach Stunden mühsamer Suche, konnten wir tatsächlich einen Eingang inmitten eines Berges im Osten entdecken, der nach einiger Kletterei auch erreicht werden konnte. Dort kämpften wir uns durch fünf Räume, die jeweils eine Art Obelisken enthielten, der einem speziellen Element geweiht zu sein schien. So kämpften wir uns also durch Feuerbälle, Windstöße, Magneten und Wasserdrachenillusionen, um zum Tal der Elemente vorzustoßen.  Hier trafen wir sowohl auf den vermissten Elfen und Heilzauberer, sowie auf den Urheber der Angriffe auf das Kloster: kein geringerer als der Erzdruide Archon Megallon. Er erzählte uns, dass der Bau des Koster unbedingt verhindert werden musste, da Borbarad sich der Macht eines Elements bedienen und es in astrale Energie umwandeln wollte. Dies möchte er durch das Kuppeldach der Krypta und eine seltsame Apperatur bewerkstelligen. Um dies zu verhindern, bat er uns, ihn bei der Sucha nach einem mächtigen Armreif zu unterstützen, dass hier in diesem Tal der Elemente liegen sollte. Nachdem Isha das Rätsel um herumstehende Steinstelen gelöst hatte, öffnete sich unter uns ein geheimer Zugang zu einer unterirdischen Grotte, in der das Artefakt hinter einer Flammenwand lag. Eine Stimme forderte uns dazu auf, den Auserwählten vorzuschicken und den Reif in Empfang zu nehmen. Archon Megalon schritt nach vorne und verbrannte sich dabei die Hand, wobei er die Grotte fast zum Einsturz gebracht hat. Im letzten Augenblick hechtete Yasemina nach vorne, nahm den Reif an sich und wir stürzten aus der Höhle.

Mit unserem Fund machten wir uns auf den Rückweg zum Kloster Arras de Mott, um den finsteren Schurken das Handwerk zu legen. Schon auf dem Weg dorthin, sahen wir, dass sich dunkle Wolken über dem Kloster zusammenbrauten. Schon vor den Mauern des Kloster kamen uns die Handwerker, Geweihten und Bannstrahler entgegen, allerdings nicht so wie wir erwartet hatten. Sie wankten uns als lebende Leichname entgegen, beseelt von Borbarads finsterer Macht. Nach längerem Kampf konnten wir allerdings auch diese Untoten bezwingen. Jetzt konnten wir uns sehen, dass der Himmel über der Krypta des Klosters mit Blitzen überzogen war, die sich alle in der Krypta zu bündeln schienen. Doch auch auf der Plattform des Burgfrieds konnten wir mehrere Gestalten wahrnehmen, also liefen wir in den Burgfried, während sich Yasemina auf machte und mit Ihrem Besen auf die Kuppel des Klosters flog. Da Sie dort von einem der Blitze getroffen wurde, von der Kuppel der Krypta abprallte und bewußtlos 20 Schritt in die Tiefe stürzte, wo Sie zerschmettert liegen blieb, stellte sich dieses Unterfangen als Fehler heraus. Für den Rest der Gruppe bot sich im Kloster selbst ein Bild des Grauens: Leblose Bannstrahler und Geweihte lagen im Essraum. Doch wir konnten nicht innehalten und stürmten weiter zur Plattform des Klosters, um die ablaufende Beschwörung aufzuhalten. Dort erwarteten uns bereits der Zwergen-Baumeister, sowie sein Gehilfe und der Oberste Lehrmeister Nicola de Mott, der sich allerdings während des nunmehr entbrennenden Kampfes nach und nach in einen Dämon verwandelte. Nach hartem Kampf, bei dem uns die Borbaradianer mehr als einen Tlalucs Odem – Pestgestank und Brenne, toter Stoff entgegenschleuderten, waren wir siegreich. Allerdings schien dieses seltsame Ritual auch nach dem Tod dieses Trio-Infernales weiterzulaufen. Wir begaben uns also schnellstens hinab in den Hof des Klosters, den Reif von Yasemina bergend und von dort aus in die Krypta, wo wir einen geheimen Zugang im Sarkophag Arras de Motts fanden. Dort unten angekommen sahen wir ein seltsames rundes Objekt in der Luft schweben, umgeben von einigen Pentagrammen, in denen sich mehrere Heshtot-Dämonen manifestierten. Mit Hilfe des Reifes gelang es uns jedoch, dass Objekt zu entzaubern und die Dämonen zu vernichten, worauf die Krypta einzustürtzen begann. Wir flohen so schnell es ging wieder an die Oberfläche. Dort erwartete uns die nächste Katastrophe: Borbarad in einem flammenden Streitwagen, der von geflügelten Schlangen gezogen wurde und durch den Himmel raste. In der Hand hielt er einen Stab aus dem Ast der Blutulme aus dem Tal der Elemente.

Doch riesige Elementare tauchten plötzlich auf, zogen eine Kuppel um uns und schafften es, Borbarad zu vertreiben, während eine gewaltige Flut das gesamte Kloster umspühlte. Die Geweihten und Bannstrahler, die wir für tot hielten, waren jedoch nicht getötet worden, sondern nur betäubt und stellten uns zur Rede, was hier passiert sei. Die letzten Ereignisse im Kloster waren etwas wirr für mich, was wohl auch damit zusammenhing, dass unser Spielleiter schon ziemlich betrunken war ^^

Meine Meinung: Bislang der Höhepunkt der Borbaradkampagne und ein nettes Detektivabenteuer in Kombination mit einem spannenden Finale.

Tote-Helden-Zähler: 1 (Yasemina)
Tote-Helden-Zähler-Gesamt: 4

Meta

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